:: Ehemalige (Alumni)
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Quergedacht

Sonntag
Feb202011

Wieder große Anmeldeüberhänge an den Gesamtschulen der Stadt!

"Wir müssen leider draußen bleiben!"

Nach dem diesjährigen Anmeldeverfahren an den Gesamtschulen ist wieder klar:

Auch dieses Jahr wieder übersteigen die Anmeldungen die vorhandenen Plätze!
Auch dieses Jahr wieder müssen die Gesamtschulen Hunderte von Kindern abweisen!
Auch dieses Jahr wieder können Hunderte von Kindern nicht an der Schule ihrer Wahl lernen!

Die neu eingerichtete sechste Gesamtschule der Stadt kann die Not, insbesondere die Not in Mönchengladbach, kaum lindern:
Die Stadt ist auch in diesem und den kommenden Jahren trotz angespannter Haushaltssituation durch den Elternwillen gedrängt, das Angebot an integrativen Schulplätzen, also das Angebot an Gesamtschul- und Gemeinschaftsschulplätzen deutlich zu erhöhen.

Anträge Mönchengladbacher Schulen auf Umwandlung in Gemeinschaftsschulen müssen jetzt mit hoher Dringlichkeit vom Rat der Stadt unterstützt und auf den Weg nach Düsseldorf gebracht werden, auch eine Ausweitung der Zügigkeit in Neuwerk sollte dauerhaft ermöglicht werden, damit der Elternwille in Mönchengladbach nicht länger schmerzhaft missachtet werden muss.

Dabei ist klar: Mönchengladbach kann nicht beliebig Geld in Schul-Neugründungen stecken: der verständliche Wunsch von Eltern nach wohnortnaher Versorgung mit einem integrativen Schulplatz in der Nachbarschaft kann in MG auf absehbare Zeit nicht erfüllt werden. 

Aber die Nutzung des gesamten aktuell gegebenen Schulraum muss kreativ daraufhin überprüft werden, wo in der Stadt zusätzliche integrative Schulangebote gestaltet werden können. Die Gemeinschaftshauptschule Kirschhecke und die Gesamtschule Neuwerk stehen hier nur als zwei Beispiele, wie die Anzahl integrativer Schulplätze in Mönchengladbach ohne großen finanziellen Aufwand gesteigert werden können.

Sonntag
Aug312008

Offener Brief der Schulleitungsvereinigung der Gesamtschulen in NRW an Frau Ministerin Sommer

An die Ministerin
für Schule und Weiterbildung
des Landes Nordrhein-Westfalen
Frau Barbara Sommer
Völklinger Strasse 49
40221 Düsseldorf


Sehr geehrte Frau Ministerin,

mit Verständnislosigkeit und Empörung haben wir Ihre Ausführungen über die Leistungen der Gesamtschulen im Bereich des Zentralabiturs zur Kenntnis genommen.
Verständnislos, weil Ihre Ausführungen die von Ihrem Ministerium erhobenen und veröffentlichten Daten konterkarieren.
Empört, weil Ihre Ausführungen offensichtlich kein Versehen sind, sondern ein beabsichtigter Angriff auf die Schulform Gesamtschule und die in ihr Lernenden und Lehrenden sowie auf die Eltern, die in berechtigt gutem Glauben ihre Kinder der Gesamtschule anvertraut haben.

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Mittwoch
Mrz052008

Neu im Landtag NRW: Grüne wollen mehr Gesamtschulplätze

LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN Drucksache  14/6341
14. Wahlperiode
04.03.2008
 
Antrag
der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Politik gegen den Elternwillen stoppen: Landesregierung muss für Gesamtschulen eintreten

I. Gesamtschulen boomen - dem Elternwunsch muss entsprochen werden

Wie in den vergangenen Jahren dokumentieren die diesjährigen Anmeldezahlen an den Gesamtschulen die Beliebtheit dieser Schulform. Wieder wurden ca. ein Viertel aller Kinder, die auf eine weiterführende Schule wechseln, an einer Gesamtschule angemeldet. Die Anmeldezahlen verdeutlichen aber auch das alljährliche Trauerspiel fehlender Gesamtschulplätze. Wie schon in den vergangenen Jahren wird ein erheblicher Anteil der Familien, die dies wünschen, ihre Kinder nicht auf eine Gesamtschule schicken können. Zum Schuljahr 2007/2008 mussten mehr als 17 000 Kinder an den nordrhein-westfälischen Gesamtschulen abgewiesen werden. Anlässlich ihrer Pressekonferenz am 8. Februar 2008 sprachen die Gesamtschulverbände für das Schuljahr 2008/2009 von mehr als 15 000 an den Gesamtschulen abgewiesenen Kindern – und zwar bereits zu einem Zeitpunkt, als noch nicht alle Ablehnungszahlen vorlagen. Nach Auskunft der Gesamtschulverbände steigt insbesondere der Anteil von Kindern mit Gymnasialempfehlung, da viele Eltern ihren Kindern das schwarzgelbe Turbo-Gymnasium nicht zumuten wollen.

Landesweit gibt es nur rund 30 000 Plätze im fünften Schuljahr an den Gesamtschulen. Aus diesem Grund müssen jährlich tausende Kinder von den Gesamtschulen abgewiesen werden. Dies führt zu erheblichem Frust und großer Enttäuschung bei den Kindern und ihren Eltern. Das Recht auf freie Schulwahl - so will es scheinen -gibt es für die Landesregierung von CDU und FDP nur, wenn es politisch in ihr Konzept passt. Auch in diesem Jahr gibt es aber Initiativen von Eltern, die - kommunal unterstützt - die Neugründung von Gesamtschulen erwirken wollen.  
 
II. Landesregierung lässt Unterstützung vermissen

Während die Eltern mit den Füßen abstimmen und die Nachfrage nach Plätzen an den Gesamtschulen ungebrochen enorm ist, lässt die Landesregierung jede Unterstützung zugunsten der Neugründung von Gesamtschulen vermissen. Statt den Elternwillen zu respektieren, setzt die Landesregierung sogar ihr Politik der Nadelstiche gegen die Gesamtschulen fort: Nicht nur, dass der Ganztag an den Gesamtschulen im Schulgesetz gestrichen und die Ent¬lastung für Schulleitungen empfindlich gekürzt wurde, im Grundschulgutachten sollten ursprünglich sogar die Empfehlungen für die Gesamtschule verschwinden.

Aktuell werden Neugründungen von Gesamtschulen mit dem hastig konstruierten Argument verhindert, bei der Anmeldung sei eine Leistungsheterogenität vorausgesetzt, die nur durch jeweils ein Drittel der Kinder mit Empfehlung für Hauptschule, Realschule und Gymnasium nachgewiesen werden könne. Diese Vorgabe ist schulrechtlich jedoch gar nicht gedeckt. Sie entspringt vielmehr der ideologischen Einteilung der Schülerinnen und Schüler in starre Begabungsschubladen und Schullaufbahnen durch die Landesregierung. Dass viele Kinder ohne Gymnasialempfehlung erfolgreich die Schullaufbahn an Gesamtschulen durchlaufen und das Abitur erreichen, bleibt dabei ebenso unberücksichtigt wie die Unsicherheit bei den  Übergangsempfehlungen der Grundschulen, die soziale Auslese, die sich in Übergangsempfehlungen niederschlägt, und die grundsätzlich die Varianz bei Notenstufen.

III. Der Landtag fordert die Landesregierung auf,

  • das Recht der Eltern auf die Wahl der weiterführenden Schule für ihre Kinder anzuerkennen und die Gründung neuer Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen aktiv zu unterstützen,
  • jedwede Einflussnahme einzustellen, die darauf abzielen, die Neugründung von Gesamtschulen in den Kommunen zu verhindern,
  • den Ganztag auch bei Gesamtschulneugründungen sicherzustellen.


Sylvia Löhrmann
Johannes Remmel
Sigrid Beer
und Fraktion

Sonntag
Dez162007

Nachrichten aus der Provinz


Deutschland hat kein Glück mit PISA

  • PISA 2000 (Schwerpunkt Deutsch) - Deutschland abgeschlagen im unteren Mittelfeld, das Land der Dichter und Denker entlarvt als das Land des mediokren Bildungssystems und der härtesten Bildungs-Sozial-Selektion der Welt
  • PISA 2003 (Schwerpunkt Mathematik) - Kaum eine Änderung
  • PISA 2006 (Schwerpunkt Naturwissenschaft) -  Vordergründig ein besserer Platz, aber immer noch Weltmeister in der Bildungs-Sozial-Selektion:
    Kurzfassung des Urteils: Bist du in Deutschland arm, bleibst du in Deutschland dumm!
    So wird Armut vererbbar -  immerhin steuerfrei

Was sind die Konsequenzen, die unsere Bildungspolitiker ziehen?

  • Sie versuchen, den PISA-Verantwortlichen der OECD aus dem Amt zu mobben
  • Sie wünschen, dass Deutschland bei PISA 2009 (Schwerpunkt "Global Citizenship") nicht mehr teilnimmt

Frei nach dem Motto:
Wenn die Leistungen schon provinziell sind, dann wollen wir auch Provinz sein!


Mir fällt dazu die  die A-Capella-Gruppe "Wise Guys" mit ihrem "Bericht zur Lage der Nation" ein:

.....
Die ganzen Fußballspiele mit den andren Ländern
ham wir verlorn, weil so viel Gegentore fieln.
Das war frustrierend, doch das wird sich sicher ändern,
sobald wir nicht mehr gegen andre Länder spieln.

Wir baun die Mauer wieder auf, denn langsam wird uns das zu dumm,
aber nicht mehr mitten durch, diesmal baun wir außen rum.
Dann feiern wir zwölf Monate im Jahr Oktoberfest
und hoffen, dass die Welt da draußen uns in Ruhe lässt.
Mit Eisbein, Bier und Sauerkraut und viel Kartoffelbrei
und Volksmusik. Wir klatschen auf die Eins und auf die Drei.
.......

Wie lange kann sich unser Land diese Ignoranz wohl noch leisten?

Peter Blomert 

 

Sonntag
Mrz182007

Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Auszüge aus der Rede des Präsidenten des Didacta Verbandes e.V. - Verband der Bildungswirtschaft,
Professor Dr. Dr. Dr. Wassilios E. Fthenakis,
anlässlich der Eröffnung der didacta 2007 am 27. Februar in Köln


„ ...
Wenn es im Jahr 2020 in Deutschland rund zwei Millionen Schüler weniger geben wird als heute, was gegenüber dem Jahr 2005 einem Rückgang von 17 Prozent entspricht, werden die öffentlichen Ausgaben für Schulbildung in realer Rechnung um 11,5 Milliarden Euro niedriger ausfallen. Bereits in diesem Jahr sinken die Ausgaben aufgrund niedrigerer Schülerzahlen um 1,2 Milliarden Euro. So werden sich die Minder-Ausgaben bis 2020 auf 80 Milliarden Euro addieren.

Mit diesem Geld, das aufgrund der Entwicklung der Schülerzahlen eingespart werden kann, könnten 75 Prozent einer umfassenden Reform im Schulbereich finanziert werden, so belegen es die Zahlen, die Prognos im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft erarbeitet hat.

Die zentrale Frage ist demnach: Sind wir bereit, diese Chancen für eine Steigerung der Qualität von Bildung zu erkennen und zu nutzen, die uns der demographische Wandel eröffnet? Sind wir bereit, die Mittel zu investieren, die für eine hohe Bildungsqualität erforderlich sind, und beispielsweise die Klassengrößen in den Schulen oder die Gruppengröße in den Kindergärten auf die Qualitätsstandards zu bringen, die uns das Kindernetzwerk der Europäischen Union seit 10 Jahren ins Stammbuch geschrieben hat und die wir bis Ende vorigen Jahres hätten erreichen sollen, bis heute jedoch nicht umgesetzt haben?

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