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Freitag
Mai102019

Podiumsdiskussion zur Europawahl an der Städtischen Gesamtschule Espenstraße


Am Dienstag, 30.04.2019, platzte die Mensa/Aula der Gesamtschule Espenstraße aus allen Nähten. 350 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 12, die am 14. Mai an der Juniorwahl einem bundesweiten Schulprojekt zur Europawahl 2019 teilnehmen werden, waren gekommen, um sich über die unterschiedlichen Positionen der verschiedenen Parteien zu informieren. Vertreter der Parteien SPD, CDU, FDP, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und AFD waren im Vorfeld eingeladen worden.

Daniel Freund von Bündnis 90/Die Grünen, Felix Heinrichs von der SPD, Erik Jansen von Die Linke und Alex Winkens von der FDP kamen zur Veranstaltung. Nach kurzer Enttäuschung und Unverständnis über das Nichterscheinen von AFD und CDU entwickelte sich eine für alle Beteiligten (auf dem Podium und auch im Zuschauerraum) interessante, lehrreiche und engagierte Diskussion zu all den Themen, die die Jugendlichen zu Europa interessierten:

§ 13 und Uploadfilter, Klimaschutz, Chancengleichheit für alle überall in Europa, Brexit und Dexit, Arbeitsbedingungen in Europa, Durchlässigkeit der Grenzen und Bildungschancen im vereinten Europa. Ebenso fragten die Schülerinnen und Schüler kritisch nach den Kompetenzen des Europäischen Parlamentes im Zusammenspiel der Institutionen.

Dazu hatten sie eine Reihe von Fragen im Vorfeld erarbeitet, die von den Moderatoren Jakob Ohlig und Marc Lorse aus der Q1 und Sozialwissenschaftslehrer Carsten Bitzhenner gestellt wurden. Diese wurden von den anwesenden Politikern ausführlich und nachvollziehbar beantwortet.

In der zweistündigen Veranstaltung wurde Werbung für eine Politik gemacht, die Jugendliche mitnimmt und sie dazu motiviert, sich politisch zu engagieren.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten keine Scheu vor den Politikern auf dem Podium, fragten engagiert nach. Die Diskussion war geprägt von gegenseitigem Respekt der beteiligten Politiker. Demokratie wurde vorgelebt – auch bei strittigen Positionen hörte man sich zu und fiel sich nicht ins Wort. Die Zeit verging viel zu schnell und letztlich konnten nicht alle offenen Fragen beantwortet werden.

Es bestand Einigkeit bei den Organisatoren, der Schulleitung, den Schülerinnen und Schülerin, den Politikern, dass dies nicht die letzte Veranstaltung zu politischen Fragen bleiben sollte. Alle Beteiligten wollen sich in Zukunft nicht nur vor den Wahlen austauschen und im Gespräch bleiben.

Das Bild von oft politikmüden und desinteressierten Jugendlichen wurde zu 100% widerlegt.

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